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Digitale Gesundheitsprogramme: Wie wirksam sind sie wirklich?

Digitalisierung der Gesundheitsförderung

Wir erleben es alle und kommen kaum daran vorbei: Unsere Welt wird zunehmend digitalisiert – mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen. Heute tragen wir das gesamte Wissen der Welt in unserer Hosentasche, erledigen Aufgaben von unterwegs, bilden uns weiter und bestellen bequem online. Doch funktioniert dieser digitale Fortschritt auch für unsere Gesundheit? Sind Online-Programme tatsächlich geeignet, unser Wohlbefinden messbar zu verbessern?

Studie zur Wirksamkeit von digitalen Gesundheitsprogrammen

Der Frage der tatsächlichen Wirksamkeit sind wir im Rahmen einer Masterarbeit, in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth, wissenschaftlich nachgegangen. In unserer Studie haben wir Teilnehmende eingeladen, an einem von zwei Online-Programmen teilzunehmen: eines zur Förderung der mentalen Gesundheit, das andere zur Steigerung der körperlichen Aktivität. Beide Programme, welche sich über einen Zeitraum von 10 Wochen erstrecken, helfen durch regelmäßige Impulse sowie praktische Übungen, gesundheitsförderliches Verhalten in den Alltag zu integrieren. Die Stichprobe der Studie umfasste insgesamt 44 Teilnehmende, wobei deren Alter zwischen 20 und 68 Jahren lag – und repräsentiert somit speziell die arbeitende Bevölkerung.

Untersuchungsergebnisse der Wirksamkeit von digitalen Gesundheitsprogrammen

Die Ergebnisse waren beeindruckend: Beide Programme führten zu einer spürbaren Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens und der Stimmung. Gleichzeitig nahm das persönlich wahrgenommene Stresserleben signifikant ab – im Vergleich zu den Werten vor Beginn der Trainings. Besonders stark profitierten dabei Personen, die zu Beginn ein höheres Stressniveau oder ein geringeres Wohlbefinden aufwiesen. Die psychischen Parameter wurden im Fragebogenformat mithilfe der Befindlichkeitsskalen (BFS) sowie der Perceived Stress Scale (PSS) erfasst.

Wirkungsweisen digitaler Gesundheitsprogramme

Beide Programme setzen gezielt an unterschiedlichen Komponenten des Wohlbefindens an: Im Bewegungsprogramm wurden vor allem Aktiviertheit und Vitalität der Teilnehmenden gesteigert. Wer am mentalen Programm teilnahm, berichtete hingegen insbesondere von positiven Effekten auf die emotionale Gesundheit: Die Teilnehmenden fühlten sich ruhiger, stabiler und insgesamt deutlich ausgeglichener.

Praxisrelevanz der Studien-Ergebnisse

Was bedeutet das für die Praxis? Unsere Ergebnisse spiegeln die aktuelle Studienlage sehr gut wider: Bewegung wirkt sich nicht nur auf die körperliche, sondern auch auf die mentale Gesundheit aus. Gleichzeitig wird deutlich, dass zielgruppenorientierte und praxisnahe Interventionen Gesundheit auf mehreren Ebenen fördern können – von Stimmung und Wohlbefinden bis hin zu Motivation und Resilienz. Gesundheit sollte daher immer ganzheitlich betrachtet werden.

Online-Programme als Chance für gefährdete Gruppen

Ein besonders wichtiger Aspekt: Gerade Menschen mit einem vollen Terminkalender, hoher Arbeitsbelastung oder begrenztem Zugang zu lokalen Angeboten profitieren von Online-Programmen. Sie lassen sich zeitlich flexibel und ortsunabhängig in den Alltag integrieren und senken die Hürde, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Online-Programme als Chance für Unternehmen

Auch für Unternehmen bieten sich hier große Chancen. Digitale Gesundheitsprogramme ermöglichen einen niedrigschwelligen und zugleich wirtschaftlichen Zugang zu Präventionsangeboten. Wer in die Gesundheit seiner Mitarbeitenden investiert, stärkt nicht nur deren Wohlbefinden, sondern auch die Zukunftsfähigkeit des gesamten Unternehmens.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Möchten auch Sie Ihre Mitarbeitenden stärken und nachhaltige Gesundheitsimpulse setzen? Dann nehmen Sie jetzt Kontakt mit uns auf.